Acht Freiwillige haben ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr oder ihren Bundesfreiwilligendienst bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland beendet. Hinter ihnen liegt ein abwechslungsreiches Jahr mit vielen praktischen Einsätzen, neuen Erfahrungen und einem besonderen Projekt für Wildbienen.
Am 31. Juli 2026 endete für Isa, Frieda, Til, Juliette, Janosch, Robin, Emil und Mika ein intensives und abwechslungsreiches Jahr bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland. Im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) oder eines Bundesfreiwilligendienstes (BFD) haben sie tatkräftig für die Natur angepackt.
Zum Abschied bedankte sich das Team der Naturschutzstation herzlich für die großartige Arbeit. Bei einem gemütlichen gemeinsamen Ausklang erhielten die Freiwilligen außerdem kleine Abschiedsgeschenke.
Vielfältige Aufgaben im praktischen Naturschutz
Während ihres Freiwilligendienstes lernten die acht Freiwilligen zahlreiche Arbeitsbereiche der Naturschutzstation kennen. Sie pflegten wertvolle Biotope wie Sandmagerrasen und Kleingewässer, arbeiteten im Umweltbildungsgarten und kümmerten sich um die Erlebnispfade auf dem Außengelände von Haus Heidhorn.
Darüber hinaus unterstützten sie die Pflege von Streuobstwiesen, die Umweltbildung und die Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Betreuung der Schafe auf Haus Heidhorn gehörte zu ihren Aufgaben.
Je nach Interesse konnten die Freiwilligen einen Motorsägenschein erwerben und den Umgang mit Maschinen wie Motorsense, Balkenmäher oder Aufsitzrasenmäher erlernen. Ebenso wichtig blieb die klassische Handarbeit mit Harke und Schippe.
Ein eigenes Projekt für Wildbienen
Jeder Freiwilligenjahrgang setzt während seiner Zeit bei der Naturschutzstation ein gemeinsames Projekt um. In diesem Jahr standen Wildbienen im Mittelpunkt.
Die Freiwilligen überarbeiteten bestehende Wildbienen-Nisthilfen fachgerecht und legten ein Beispielbeet mit offenem Sandboden und wildbienenfreundlichen Stauden an. Außerdem entwickelten sie einen kleinen Lehrpfad mit Informationstafeln zu ausgewählten Wildbienenarten und deren Lebensweise.
Das Ergebnis kann auf Haus Heidhorn auf der Fläche vor der denkmalgeschützten Kapelle besichtigt werden. Das Projekt wird dort dauerhaft an die vielen fleißigen Hände und das große Engagement des Freiwilligenjahrgangs erinnern.
Viele praktische Erfahrungen gesammelt
Isa Mensinck zieht ein positives Fazit aus ihrem Bundesfreiwilligendienst:
„Insgesamt hat es mir sehr viel Spaß gemacht, vor allem in der Gruppe mit Gleichgesinnten zu arbeiten und zu wissen, dass man etwas Gutes für die Natur gemacht hat. Ich habe sowohl inhaltliches Wissen mitgenommen als auch viele praktische Dinge gelernt. Das BFD hat mir geholfen, mich zu entscheiden, was ich später werden will. Deshalb kann ich vielen empfehlen, nach der Schule für ein Jahr draußen zu arbeiten.“
Dr. Britta Linnemann, Leiterin der NABU-Naturschutzstation Münsterland, ist dankbar für die Unterstützung durch die Freiwilligen. Gemeinsam mit den vielen ehrenamtlich Engagierten ermöglichen sie zahlreiche Pflegeeinsätze in Naturschutzgebieten und Biotopen. Dadurch können wertvolle Lebensräume erhalten und seltene Tier- und Pflanzenarten unterstützt werden.


