Am vergangenen Donnerstag fand das jährliche Schulgartenseminar der NABU-Münsterland gGmbH im Wiega-Garten am Wienburgpark in Münster statt. 14 motivierte Teilnehmende – darunter Lehrkräfte, OGS-Betreuer*innen und weitere Interessierte – nutzten die Gelegenheit, sich über Ideen, Methoden und Projekte in der Schulgartenarbeit auszutauschen und inspirieren zu lassen.
Am Beispiel der Gesamtschule Münster-Mitte und des Wiega-Gartens stellten Jerome Inderelst und Eva Bußmann vor, wie Schulen und Gemeinschaftsgärten zusammenarbeiten können. Die Schüler ihrer Schulgarten AG radeln regelmäßig in den Garten, um sich dort um ihr Gemüsebeet zu kümmern, neue Projekte zu entwickeln oder einfach kreative Zeit im Grünen zu verbringen. Beim Austausch wurde deutlich, es läuft nicht immer alles perfekt sein. Aber das muss es auch nicht um gut zu sein und einen Unterschied für die Kinder und Jugendlichen zu machen.
Bei einer Exkursion durch die verschiedenen Gartenbereiche des Wiega-Gartens erhielten die Teilnehmenden von Stephan Grote, Vorstandsmitglied des Gartenvereins, anschauliche Einblicke in vielfältige Räume und Aktivitäten, rund um Obst, Gemüse, Artenvielfalt und Werkprojekte. Einen Einblick in den benachbarten Garten und die Umweltbildungsaktivitäten der Naturschutzjugend (NAJU) Münster gaben Fabian Karwinkel und Mathis Neuhäuser.
Anatol Tiessen und Anuschka Tecker vom NABU-Münsterland öffneten anschließend die Runde für eine bunte Vorstellung an Methoden und Spielen, die Schülern Lust auf Natur und Arten- bzw. Sortenvielfalt machen, wie z.B. die Apfeluhr, bei der es um die Verkostung verschiedener alter Apfelsorten geht.
Trotz kühler Temperaturen herrschte eine warme und lebendige Atmosphäre: Alle waren gut vorbereitet, und bei Kaffee und Kuchen am Nachmittag wurde das Netzwerken zusätzlich gestärkt.
Das Seminar bot damit nicht nur wertvolle Impulse für die tägliche Schulgartenarbeit, sondern auch eine Plattform für Motivation, gegenseitige Unterstützung und Ansatzpunkte für gemeinsamer Projekte – ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Die Veranstaltung fand statt im Rahmen der Arbeit des BNE-Regionalzentrums Münster, in dem die Stadt Münster und die NABU-Münsterland gGmbH zusammenarbeiten, gefördert von Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW.


